Gute Governance in Nonprofit-Organisationen

In unserer Vereins- und Verbandslandschaft ist „Good Governance“ längst mehr als ein Schlagwort. Sie steht für eine verantwortungsvolle, transparente und wirksame Führung – und ist damit ein zentrales Element nachhaltiger Organisationsentwicklung. Gerade in grösseren Organisationen mit komplexen Strukturen ist Governance nicht nur eine Frage der Haltung, sondern auch der systematischen Umsetzung. 

Was bedeutet Good Governance im Vereinskontext? 

Good Governance umfasst die Gesamtheit der Regeln, Prozesse und Strukturen, mit denen Entscheidungen getroffen, kontrolliert und legitimiert werden. Im Zentrum stehen vier Prinzipien: 

  1. Transparenz – Offenlegung von Entscheidungswegen und Verantwortlichkeiten zwecks Nachvollziehbarkeit 
  2. Verantwortung – Klare Rollenzuweisung und Rechenschaftspflicht 
  3. Einbindung – Partizipation relevanter Anspruchsgruppen 
  4. Integrität – Werteorientiertes Handeln, ethische Standards und Compliance 

Diese Prinzipien sind nicht nur normativ wünschenswert, sondern auch strategisch notwendig, um Vertrauen zu schaffen und die Organisation langfristig zu stabilisieren. 

Erkenntnisse aus der Praxis: Unsere Empfehlungen 

Unsere über 40ig-jährige Erfahrung zeigt, dass erfolgreiche Governance insbesondere auf folgende Faktoren angewiesen ist: 

  • Klare Rollenverteilung zwischen Vorstand und Geschäftsführung 
    → Vermeidung von Doppelspurigkeiten und Machtkonflikten 
  • Verbindliche Gremienarbeit in Kommissionen und Arbeitsgruppen mit definierten Entscheidungsbefugnissen 
    → Effizienz und Legitimation in der Führung 
  • Verbindliche Gremienarbeit in Kommissionen und Arbeitsgruppen mit definierten Entscheidungsbefugnissen 
    → Effizienz und Legitimation in der Führung 
  • Verbindliche Gremienarbeit in Kommissionen und Arbeitsgruppen mit definierten Entscheidungsbefugnissen 
    → Effizienz und Legitimation in der Führung 

Governance als Kulturfrage 

Good Governance ist nicht nur ein Regelwerk, sondern Ausdruck einer Organisationskultur. Sie zeigt sich im Umgang mit Macht, in der Qualität der Zusammenarbeit und in der Fähigkeit, Spannungen konstruktiv zu bearbeiten. Gerade in Vereinen, in denen Haupt- und Ehrenamt eng zusammenarbeiten, braucht es eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung und der klaren Kommunikation. Vor allem dann, wenn sich Perspektiven und Ziele unterscheiden. 

Fazit: Governance gestalten – nicht nur verwalten

Das Freiburger Management Modell für Nonprofit-Organisationen (FMM) bietet dafür einen bewährten und empfehlenswerten Referenzrahmen. Es verbindet normative Grundlagen mit strategischen und operativen Instrumenten und schafft damit die Basis für eine professionelle und lebende Governance-Kultur. 

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